20.2.18

About a boy

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...Fotos gefunden in einer DVD im öffentlichen Bücherschrank...

14.2.18

Offener Brief an Axel Caesar Springer

Sehr geehrter Herr Springer,

Daß Sie nicht für jede Zeile Ihrer Blätter verantwortlich zu machen sind, weiß ich. Andererseits ist bekannt, daß Sie zumindest die Richtlinien Ihrer Zeitungen und Zeitschriften bestimmen. Über den Tod meines Bruders berichtete Ihr BILD:

– „Der Tote im Schnee ist an seinem Reichtum erstickt.“

– „Sein Leben und Sterben war wirklich nur eine Frage des Kontos.“

– „Er war kleiner als Gunter, hatte nicht dessen große Nase, dessen behaarte Brust und was sonst noch an ihm groß sein soll.“

Herr Springer, wir sind uns selten begegnet; ich möchte Sie nie mehr wiedersehen.


Gunter Sachs: Offener Brief an Axel Caesar Springer (abgedruckt als Anzeige in der Süddeutschen Zeitung April/Mai 1977)

30.1.18

Kulturelle Aneignung

Laut Wikipedia kann kulturelle Aneignung als "Prozess strukturierter Transformation" verstanden werden, in dem nach einem Kontakt (auch: Annahme, Erwerb) Objekte mit spezifischen Eigenschaften verschiedenen Transformationen unterworfen werden. Zu den Teilprozessen der Transformation zählen die Umgestaltung, die (Um-) Benennung, die (ggf. andere) Kontextualisierung und die Einverleibung (Inkorporierung) des Objekts. Aus dem Zusammenspiel eines oder mehrerer Teilprozesse ergeben sich neue Traditionen." Oder einfach ausgedrückt: du nimmst dir einfach coole Styles fremder Kulturen und schmückst dich damit, z.B Männer, die sich wie Frauen anziehen, oder Afrikaner, die sich wie Europäer kleiden. Die „Critical Whiteness“-Bewegung kritisiert diesen Vorgang, da die betroffenenen Kulturen verloren oder verfälscht werden können. Also Männer dürfen nur Hosen und Frauen nur Röcke tragen und Afrikaner nur Baströckchen. Findet die AfD sicher voll in Ordnung.

23.1.18

Who killed Tom Petty?

Tom Petty wurde am 2. Oktober 2017 wegen Herzstillstandes ins Krankenhaus eingeliefert, wo er noch am gleichen Tag verstarb. Der 3 Monate später veröffentliche Autopsiebericht nennt neben zahlreichen Erkrankungen als Todesursache eine Überdosis Scherzmittel. Da geht also jemand mit angebrochener Hüfte, Lungen- und Knieproblemen auf eine Tournee mit 53 Terminen. Wieso? Geldmangel? Druck seitens der Plattenfirma, Management und/oder Begleitmusiker? Falsche Beratung durch seine Ärzte? Oder schlicht Selbstüberschätzung? "Keeping his commitment to his fans" ist die Erklärung seiner Familie - als ob seine Fans keine Verständnis dafür gehabt hätten, wenn Petty wegen gesundheitlicher Probleme die Tournee verschoben oder ganz abgesagt hätte.

Spätestens im August, als Petty 3 Konzerte wegen Kehlkopfentzündung, was unter anderem ein Symptom für Lungenemphysem (Lungenaufblähung, eine Krankheit, die den Sauerstoffaustausch in der Lunge vermindert) ist, verschieben mußte, und bei ständigen Schmerzen hätte ein vernünftiger Mensch die Reißleine gezogen. Stattdessen holte Petty die ausgefallenen Konzerte nach und gab sein letztes Konzert am 25. September in Los Angeles. Am 2. Oktober 2017 erfuhr er, dass seine Hüfte jetzt ganz gebrochen sei. Vermutlich wegen unerträglicher Schmerzen warf er zuviel Fentanyl (das Zeug, dass Prince auf dem Gewissen hat und gerüchteweise jetzt auch Dolores O’Riordan, fällt in Deutschland unter das BtMG) und Oxycodon (laut Wikipedia 1990 in Deutschland wegen des sehr hohen Sucht- und Missbrauchspotentials vom Markt genommen) ein, was zu einem Herzstillstand und anschließendem Ableben führte.

Dass die USA ein gravierendes Schmerzmittelproblem haben hat inzwischen auch "45" gemerkt, doch wird er, der doch "deals" für die beste Erfindung seit geschnittenem Brot hält, es wagen, den Pharmakonzernen die "deals" mit verschreibungspflichtigen Medikamenten wegzunehmen?

16.1.18

Miles Davis ist nicht Mozart: Die Gehirne von Jazz- und Klassik-Pianisten ticken unterschiedlich

Musiker haben ein anderes Gehirn als Nicht-Musiker. Musik zu machen beansprucht ein kompliziertes Zusammenspiel verschiedener Fähigkeiten, das sich auch in stärker ausgeprägten Hirnstrukturen widerspiegelt. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS) in Leipzig haben nun herausgefunden, dass sich diese Fähigkeiten viel feinabgestimmter im Gehirn zeigen, als bisher angenommen – und sich sogar je nach Stilrichtung des Musikers unterscheiden: Selbst die Hirnaktivitäten von Jazzpianisten sind anders als die klassischer Pianisten, auch wenn sie das gleiche Musikstück spielen. Das könnte Aufschluss darüber geben, welche Prozesse universell ablaufen, während wir Musik machen – und welche charakteristisch für einzelne Stilrichtungen sind.
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Ein wesentlicher Unterschied liegt beispielsweise in der Planung von Bewegungen beim Klavierspielen. Prinzipiell müssen Pianisten, unabhängig von der Stilrichtung, zwar zunächst wissen, was sie spielen, also welche Tasten sie drücken, und anschließend, wie sie es spielen, also mit welchen Fingern sie diese bedienen. Was jedoch je nach Musikrichtung variiert, ist die Gewichtung dieser beiden Schritte.
Demnach konzentrieren sich klassische Pianisten bei ihrem Spiel besonders auf den zweiten Schritt, das "Wie". Für sie geht es darum, ein Stück technisch einwandfrei und persönlich ausdrucksstark widerzugeben. Hierfür ist etwa die Wahl des Fingersatzes entscheidend. Anders hingegen bei den Jazzpianisten: Sie fokussieren sich vor allem auf das "Was". Sie sind stets darauf vorbereitet, zu improvisieren und ihr Spiel flexibel an überraschende Harmonien anzupassen.
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