4.8.08

Der Plan 1979 (re-upped)


Der Plan - 1.EP (Art Attack AAP 001, 1979)
Seite 1: Track 1/Track 2/Track 3/Track 4/Track 5/Track 6
Seite 2: Track 1/Das Fleisch/Track 3/Track 4/Track
Gogo Girl - dr;Pkz161156 - synth; Frank [] - git,voc; moritz Rrr® - voc,git
Alle Arrangements von dem Plan (exept "das Fleisch" von mRrr®)
Alle Aufnahmen dieser Schallplatte wurden mit einem Cassetten-Diktiergerät gemacht.


Ich habe keine Ahnung wie legendär, obskur oder marginal diese Platte ist. Ich würde sie gerne legendär nennen, weil dies natürlich auch meinen Status als Besitzer erhöhen würde, aber andererseits hat diese Platte meiner Kenntnis nach noch nicht an dem großen Reissue-Programm der Veröffentlichungen von Der Plan durch Ata Tak teilgenommen, was möglicherweise an 2 Tatsachen liegt, nämlich dass zum einen diese Musik ganz anders klingt als allen späteren Plan-Veröffentlichungen (und tatsächlich finden sich auf dieser Platte Stellen, wo der Plan wirklich wie die Residents klingt, nämlich das 3. Stück auf der zweiten Seite), und zum anderen hier der Pyrolator noch gar nicht Bandmitglied war, dafür aber Robert Görl (Schlagzeuger der Deutsch Amerikanischen Freundschaft) und Chrislo Haas (danach ebenfalls bei der Deutsch Amerikanischen Freundschaft ) an Schlagzeug und Synthesizer mitspielen. Kurt Dahlke war zu dieser Zeit Mitglied der Deutsch Amerikanischen Freundschaft und wenn man diese Platte mit der sogenannten nullten Lp von DAF vergleicht (Robert Görl hat die "Produkt der Deutsch Amerikanischen Freundschaft" in einem Interview mir gegenüber so bezeichnet, u.a. weil Delgado-Lopez zur Zeit jener Aufnahmen aus der Band ausgestiegen war), dann hört man den Unterschied, den der Tausch der Synthiespieler zwischen den Bands auf deren zukünftige Musik hatte. Genauso gut aber könnte man diese EP als obskur und marginal bezeichnen, eben weil sie vermutlich von dem Plan selbst als eher unwichtig angesehen wird. Aber was der Künstler von seinem Werk denkt muss ja nie das sein, was auch das Publikum an ihm schätzt. Wie schon bei Materialschlacht erwähnt war diese Platte sehr prägend für mich allein auf Grund der Tatsache, was damals überhaupt an ersten Punk- und Wave-Platten in Deutschland erschien.

Um dies Bedeutung dieser Platte zu ermessen vielleicht ein paar Hintergrundinformationen. Die ersten Punk-Platten in England erschienen im Herbst 1976, es waren Singles von The Damned und den Sex Pistols, die erste Independent-Punk-Single war die EP der Buzzcocks, aufgenommen Anfang Januar 1977. Alle 3 Platten und die ganze Szene um sie herum war Rockmusik, wobei deutlich der Einfluß der Ramones aus New York herauszuhören war. Dann gab es noch Patti Smith aus New York und das beschreibt so ungefähr den Rahmen des ursprünglichen Sounds. Okay, bald tauchten dann noch Suicide aus New York auf mit ihrem genialen minimalen Rockabilly-Synthie-Kram, aber alles was an avantgardistischer Musik im Rahmen von Punk und New Wave ebenfalls das Licht der Öffentlichkeit erblickte kam danach im Laufe des Jahres 1977. 1977 entstanden auch schon die ersten Ausverkauf-Anklagen an alle möglichen Bands, die ebenfalls auf den Punk-Zug sprangen und von den Major-Labels massenweise auf den Markt geworfen wurden. Es gibt auch Stimmen, die sagen 1976 sei das Jahr des Punk gewesen und spätestens mit dem Thronjubiläum der englischen Queen sei das Thema durch gewesen. 1977 kam die Botschaft von Punk nach Deutschland schon zusammen mit den beginnenden Ausverkauf-Vorwürfen und so ist es kein Wunder, dass die ersten deutschen Punkplatten kritisch beäugt wurden. 1977 erschien 2 Punkplatten in Deutschland, nämlich Straßenjungs und Big Balls and the Great White Idiot. Beides waren LPs, keine Singles, und beide kamen bei der Industrie heraus, was schon mal sehr verdächtig war. Straßenjungs waren ältere Krautrocker (vorher Tiger B. Smith und andere Bands) und ließen sich von ihrem Produzenten Axel Klopprogge (genau der, der später hinter dem "Ich will Spaß, ich geb' Gas"-Markus steckte) die Songs schreiben (die genialen Stiff Little Fingers aus Nordirland hatten ein ähnliches Glaubwürdigkeitsproblem, weil deren Texter auch ihr Manager war), also ein echtes Retortenprodukt. Big Balls and the Great White Idiot kamen aus der Medienhochburg Hamburg und veröffentlichten bei der Teldec. Ihr Sänger umgab sich mit einem Adolf Hitler-Image, was auch nach geplanter Provokation klang. Sie wirkten nicht wie Altrocker, aber wie jemand, der mal schnell auf eine neue Mode anspringt. 1978 erschienen 4 Punkplatten in Deutschland, nämlich die zweite LP von Big Balls and the Great White Idiot, jetzt aber ohne Hitler-Sänger, dafür mit mehr Hardrock, wieder bei Teldec, genauso wie die LP von The Pack, deren Mitglieder auf den Cover auch alles andere als taufrisch aussahen, kein Wunder, denn Mastermind Jörg Evers hatte vorher schon bei Amon Düül 2, Embryo und 24 Karat Gold gespielt. Auch wenn diese Platten heute in Punkkreisen geschätzt werden und teilweise gar nicht so schlimm sind, damals waren sie absolut verpönt bei denjenigen, die sich nicht nur rein oberflächlich für Punk interessierten. Dann gab es noch eine LP der Maniacs auf dem kleinen Label Blubber Lips, die schon vom Cover her wie ein Punk-Rip-Off aussah und musikalisch in die Richtung Rolling Stones tendierte, dazu so beschissene Songtitel wie "Rape is a beautiful game" hatte, eine Platte die zu Recht heute völlig vergessen ist. Schließlich - und hier wird es interessant - erschien eine Single der Fred Banana Combo im Selbstverlag. Leider kenne ich die Single nicht, aber vermutlich wird sie nicht viel anders geklungen haben als die erste Fred-Banana-LP, die bei der Industrie-Firma Ariola herauskam: schneller Rock'n'Roll mit etlichen Coverversionen aus den Sixties, unter anderem eine Bearbeitung von Yesterday so ähnlich, wie die Damned sich an Help vergangen hatten, also ganz okay, aber nicht wirklich Punk. Was aber interessant ist: der Gitarrist Gottfried Tollmann kam aus dem Umfeld von Joseph Beuys, also eher der bildenden Kunst. Erst im Jahr 1979 explodiert Punk in Deutschland, Katalysator war dabei das Into The Future-Festival in Hamburg im Februar. Fast 30 Platten kam in diesem Jahr aus der entstehenden Punkszene, jedoch keine deutsche Punkproduktion kam bei einer großen Plattenfirma heraus (Okay, "My Way" auf der zweiten Nina Hagen-LP klangt ähnlich wie die Version von Sid Vicious, und auf der ersten Nina Hagen-LP 1978 gab es sogar ein Stück namens "Pank", aber das war doch kein Punk, was da die ehemaligen Politrocker von Lok Kreuzberg hinter dieser schrillen Sängerin aus den Boxen quetschten und deshalb zu Recht von Alfred Hilsberg aus seiner Diskografie (siehe unten) hinausstalinisiert wurde - oder sollte ihr Frank Zappa und Steve Hillage auch als Punk eingemeinden, nur weil auf der Platten es so komisch nach Punk klingende Stellen gab?). Nur 6 Platten aus dieser Jahresernte sind das, was man heute noch als Punk ansehen würde, nämlich die Singles der Razors und der Buttocks, die LPs von Male und Rotzkotz, sowie teilweise Hans-A-Plast und die Live-LP vom Into The Future-Festival. Interessant ist vielleicht in diesem Zusammenhang ein Statement des Hans-A-Plast-Gitarristen Micha Polten, der für sich ablehnte Punk zu spielen (weil kein Arbeiterklassenkind) und Hans-A-Plast als "schnelle Rockmusik mit deutschen Texten" und Rotzkotz als "schnelle Rockmusik mit englischen Texten" beschrieb. Unter dieser rigiden Betrachtungsweise bleiben dann nur die Razors und die Buttocks als echte Punk-Platten übrig, weil Male ja auch sich ausverkauft hatten, denn ihnen hatte angeblich der RockOn-Plattenladen, der die LP finanzierte und herausbrachte, in die Studioaufnahmen hineingeredet (sie sollten angeblich ein paar Rock'n'Roll-Oldies aufnehmen, um schneller mit den Aufnahmen fertig zu werden). Was aber waren die anderen Plattenveröffentlichungen, die Alfred Hilsberg in seinem Beitrag für das Taschenbuch Rocksession #4 (rororo, September 1980) als Neue Welle-Veröffentlichungen für 1979 auflistete?

Die EP der Salinos kam ebenfalls aus dem Umfeld von Joseph Beuys und enthielt Teenager-Beat mit hohen Frauenanteil (laut des Covers ihrer LP "Du siehst nicht aus wie ich ausseh" waren es 4 Frauen und 3 Männer, wer was spielte ist nirgendwo nachzulesen) der Mitwirkenden (um mal mit einem weiteren Klischee an dieser Stelle aufzuräumen, dass Punk zur musikalischen Befreiung der Frauen beigetragen habe: die Fred Banana Combo hatte eine singende Schlagzeugerin, eine Sängerin bei Materialschlacht, 3 Frauen bei Hans-A-Plast (Schlagzeug, Bass, Gesang und Saxophon), eine Bassistin bei Hinterbergers Wut, und Kleenex auf den Into The Future-Sampler bestanden aus 4 Frauen und kamen aus der Schweiz - der Rest: alles Schwanzträger), Materialschlacht mit schiefen Rhythmen, Synthesizer und Tapes, die Deutsch-Amerikanische Freundschaft-LP "Produkt der D.A.F." mit instrumentalen Sessionausschnitten mit Synthesizer, die Mittagspause-Doppel-EP klang mit ihren unverzerrten Gitarren wie eine Schülerband, die Hinterberger's Wut-LP "Live Im SO 36" klang nicht nur wie ein schlechter Bootleg, sondern wie Artrock von gestern, die Luxus-Doppel-Single hatte der Künstler Martin Kippenberger verbrochen und sie klang nach New York und No Wave, The Kontainers haben nur ein plattenähnliches Produkt in einem Songbook herausgebracht, Tempo aus Berlin klangen auf ihrer Single wie eine schüchterne Beatband mit etwas Interesse für New Wave, auf ihrer 10-Inch noch mehr nach Beat, aber nicht mehr so schüchtern, S.Y.P.H.s "Viel Feind, viel Ehr"-EP war durchzogen von Synthesizer-Zirpen, Melodica und Tapecollagen, Din A Testbild brachten mit "Glas konkav" komische Experimentalgeräusche auf Vinyl, verpackt in Papierabfall, die Pyrolator-LP "Inland" ist teilweise atonales weißes Rauschen, The 1980's aus Bremen haben eine schöne New Wave-Single gemacht, die Hermann's Orgie-EP klingt mehr rockig als punkig, die zweite Straßenjungs-LP "Wir ham ne Party" habe ich mir nie angetan, ist aber vermutlich eher schneller Partyrock, und die 4 Singles auf dem Rondo-Label von Aqua Velva, Mittagspause, Male und ZK klangen alle unheimlich sauber und zahm. Schließlich erschien noch von der Deutsch Amerikanischen Freundschaft "Ich Und Die Wirklichkeit" auf der englischen Doppel-EP "Earcom 3", ein unheimlich kraftvoller Song, aber eben auch keine Punk im Stil englischer Bands von 1977. Ich will nicht sagen, dass all diese Platten schlecht, weil kein Punk sind. Einige sind wirklich toll, um nicht zu sagen visionär, aber sie erfüllen eben nicht Punkklischees.
Langer Rede kurzer Sinn: in England stehen am Anfang von Punk Platten mit einer musikalischen Stilistik im Rahmen von Rock und erst danach fügten sich andere musikalische Ideen hinzu. In Deutschland kamen aber die Gruppen, die ihre Platten selbst herausbrachten, bzw. von nicht der Industrie unterstützt wurden, aus allen stilistischen Richtungen, die sich nicht in den vorherrschenden Krautrockstilen wiederfanden. Davon war Punkrock im englischen Sinne nur ein kleiner Ausschnitt, der erst später an Dynamik hinzugewann. Den Mut zu ersten eigenen Platten hatten dagegen oft Musiker und Gruppen mit einem künstlerischen Hintergrund wie eben The Salinos, Materialschlacht, Der Plan, Luxus und auch Mittagspause (Markus Oehlen und Franz Bielmeier sind heute als Maler kreativ, und Carmen Knoebel, die die Mittagspause-Doppel-Single finanziert hat, ist die Ehefrau des Künstlers IMI Knoebel, der auch das Cover für die zweite S.Y.P.H.-LP gemacht hat). Und wenn man es genau nimmt, dann stehen die Anfänge des deutschen Punk und der neuen (deutschen) Welle (nicht Deutschpunk) in echter Krautrocktradition, nämlich einer echten Traditionslosigkeit gegenüber dem anglo-amerikanischen Rock, genauso wie Can, Amon Düül und und und, der Freiheit, sich nicht an einer Tradition von Blues und Rock'n'Roll abarbeiten zu müssen.

Zurück zum Plan und ihrer ersten EP: Moritz R® berichtet in seiner Autobiografie "Der Plan. Glanz und Elend der Neuen Deutschen Welle", dass die Aufnahmen im Keller von Franz Bielmeier entstanden und auf Frank Fenstermachers Diktiergerät namens Electronic Memo aufgenommen wurden und der Bandname damals zwischen Weltaufstandsplan und Electronic Memo schwankte. Das Schlagzeug von Görl ist sehr markant auf den Aufnahmen, während Haas sein Synthesizer und die Gitarren von Reichelt und Fenstermacher oft zu einer Noisewand verschwimmen wie im großartigen "Das Fleisch". An einigen Stellen bin ich mir nicht sicher ob die Aufnahmen hinterher manipuliert wurden oder tatsächlich so entstanden, aber wen kümmert das bei dem genialen Sound. Die Aufnahmen entstanden wohl Ende 1978/Anfang 1979, denn als der Weltaufstandsplan zum Into The Future-Festival nach Hamburg eingeladen wurde stiegen Görl und Haas aus. Nach dem Auftritt in Hamburg kam Kai Horn in die Band, der den Namen dann auf Der Plan verkürzte, aber erst nach seinem Ausscheiden wurde die EP aus den alten Aufnahmen zusammengestellt, 1500 Stück hergestellt und nie wieder nachgepresst. Das Cover stammt von Frank Fenstermacher, der den von Moritz Reichelt vor seiner Amerikareise, die erst zur Geburt des Geri Reig-Konzepts führte, zurückgelassenen Entwurf ignorierte.

Uli Rehberg schrieb im Oktober 1079 im Fanzine Rockmusik folgendes über diese Platte. "den wohl extremsten vorstoß in ungehörtes unternimmt der plan (ehemals weltaufstandsplan). die gruppe setzt ungefähr da ein, wo syph, materialschlacht oder daf (deren produkt ich im vergleich nun doch nicht so "richtungsweisend" sehe) mit ihrem experiemten stehen bleiben. kreischen, jaulen, surren, schwirren, pfeifen, dröhnen, scheppern, blubbern, knattern usw. - apokalyptischer technorock. auch hier namenlose tonmosaike, die reinkommen und irgendwo verschwinden. verzerrte vokalfetzen: 40 grad im schatten... es kommt mir nur so vor...ich fürchte nein... 45 grad im schatten... es kommt mir nicht so vor... 70 grad... das ganze steigert sich zuhörends in eine chaotische horrorvision hinein. was nun mit "den menschen" eigentlich los ist, kann man nur erahnen. weder das grün-schwarze kover (vorderseite: nachrichtensprecher? liest von einem blatt ab, auf dem die evolution des menschen dargestellt zu sein scheint/rückseite: entstehungsprozeß einer tonaufnahme) noch das label ("alle aufnahmen dieser schallplatte wurden mit einem cassetten-diktiergerät gemacht") geben hinweis darauf, wie der plan zu "verstehen" sei. programmatisch? gibt's einen? oder doch nicht? = plan =kaos? viele rätsel...die platte stößt an die grenze zu freien atonalen geräuschcollagen, fast zum jazz. als experiment finde ich das äußerst konsequent. schwer vorstellbar, wohin sich das noch weiterentwickeln kann. ich hatte assoziationen an den kaufhaus (zivilisationsende-)horror in "zombie". einiges erschließt sich wohl erst beim zigsten abhören, wozu toleranz - ein dämliches wort, aber mir fällt hier kein passenderes ein - gehört. gefahr: eine neue art von mystik? vielleicht aber auch nur eine überinterpretation..." Genauso wie die Platte ist auch diese Rezension ein Dokument jener Zeit. Es würde mich interessieren, wie jüngere Menschen, die diese Zeit (den deutschen Herbst) nicht miterlebt haben, diese Musik empfinden...

Hinweis: die Zip-Datei enthält einmal die beiden Seiten der EP als ganze Files, zum anderen die einzelnen Tracks als Einzeldateien, zur besseren Forschungsarbeit an diesem archäologischen Artefakt.

Der Plan (download als Zip-Datei)

First posted on 21.06.06

Kommentare:

rich hat gesagt…

Many thanks. I never thought I'd ever get to hear this one! Reminds me of Ein Produkt Der, Inland, PD's Alltag, Kosmonautentraum's first, early SYPH etc. I can see why it was never reissued, yet it's an historical documentation of far more daring times. It seemed once punk finally caught on in Germany, by '79 there was this volatile and self-destructive, almost anti-music underground taking hold in Düsseldorf; firm rejection of American influences, slight nod back to the avant-electronics of Cluster, Kraftwerk's/ Neu's motorik conception, avant-rock of Amon Duul/ Can, but mainly fresh ideas on noise, tension, subversion taking precedence, and the possibilities of DIY. There didn't seem to be that war of the working-class underdog pulling through like with earlier British punk (unemployment, the dole etc.), from an outsiders point of view, I assume the Düsseldorf punk/ free music scene was mainly comprised of art students, gigs set up in galleries etc. I know Wire played the Ratinger Hof around this time too. Of course, British post-punk reached similar territory, but much quicker. Punk, cheap synthesizers, and a DIY attitude emerged over here on vinyl as early as 1978. Throbbing Gristle's United, Robert Rental's Paralysis, The Normal's TVOD, Thomas Leer's Private Plane, all self-released 7"s. And on independent labels during the same year came Cabaret Voltaire's Extended Play EP, Nigel Simpkins' X.Enc. and Human League's Being Boiled. I would've thought the earliest incarnations of Der Plan/ DAF/ Pyrolator were influenced by the likes of Throbbing Gristle in the UK first. Though DAF came to London to record their ur-techno masterwork, that sudden switch of musical ideas in Düsseldorf, within only a year, towards what would later become techno music, caught Britain off-guard because it was a huge leap forward in terms of forseeing technology's pre-planned routes towards techno, 1990s electronica etc. But I digress... Sounds like this one was recorded straight to a dictaphone!

FM SHADES hat gesagt…

AMAZING, THANK YOU!!!

FM SHADES MUSIC BLOG

Jörg hat gesagt…

Mensch, ich hab seit Anfang 80 SOUNDS und später SPEX gelesen, aber Du bist mir da wohl einiges voraus, da muss ich mir wohl einiges ausdenken, um dagegen anzukommen..........
Jörg

karatte hat gesagt…

Thanx a lot. Kool music!!

Stiev A. hat gesagt…

Mensch danke! Hatte das auch mal - damals in der Bonner Altstadt bei einem obskuren Hippie-Plattenladen namens 'Maggies Farm' erstanden - bestimmt seit 25 Jahren nicht mehr gehört!

Harry Glandorf hat gesagt…

Wunderbar - die Hintergrundinformationen zu den damaligen Veröffentlichungen! Habe so Näheres über Das Pack erfahren, deren Scheibe ich teilweise sehr gut finde - trotz der nicht Punk-Szene-fähigen Erscheinung. Auch die Analyse und Bewertung ist aufschlussreich. Die Plan-EP kannte ich nur vom Cover, werde ich jetzt testen. Vielen Dank!

Harry Glandorf hat gesagt…

Natürlich gibt es auf der Scheibe schon Anklänge der späteren Veröffentlichungen von Der Plan. Aber diese ist doch sehr experimentell verschroben. Ich liebte auch immer Der Plan danach, nicht aber D.A.F.. Trifft halt nicht den Geschmack von jemandem, der - wie mein Urteil zu "Pack" (nicht "Das Pack" - sorry) schon vermuten ließ - PunkROCK-Fan ist.

Anonym hat gesagt…

wonderful that this blog is live agan. Cobratulations. I missed your content! Keep on osting like this!

franxpunx hat gesagt…

Ausserdem war es eine wundervolle Musik, um sie auf ´nem tragbaren Monorekorder mit in die Schule zu nehmen und in der Pause zusammen mit anderen Eingeweihten Lehrer und Mitschüler zu schockieren - und darum geht´s ja wohl auch.

Sea Wanton hat gesagt…

die mini-lp (ep) vom PLAN war/ist wahrlich ein high-light...nach wie vor ein erstklassiger beleg dafür, dass die NDW nicht der mist war, den man noch heute verkauft bekommt. ja, auch das FLEISCH haben wir (kurz vor '80) mit der band MESSEHALLE ge-covert (neben ERNSTFALL, DIE TÖNE = VORVERSTÄRKER, etc. etc.). volle konfrontation mit der musikindustrie und ihren instrumenten-verkäufern wenn man statt der "fetten" sennheiser mikros ein läppisches diktiergerät zum aufnehmen benutzt...hörgewohnheiten werden so attackiert und die "profis" rümpfen verächtlich die nase - in den studios haben sich sowieso viel zu viele hippies herumgetrieben. DAS FLEISCH - DER MENSCH. neue texte. neues deutsches liedgut. gutes lied.