24.3.10

Portsmouth Sinfonia - Hallelujah


Hier kommt die zweite LP der Portsmouth Sinfonia, im Gegensatz zur ersten LP aber eine Live-Aufnahme. Die Publikumsreaktionen sind vorsehbar, nämlich Gelächter und Szenenapplaus. Auch das Repertoire scheint eher "Night of the Proms"-tauglich zu sein. Das Orchester klingt nicht mehr so schüchtern, was vermutlich an den sehr präsenten Bläsersätzen liegt. Und zum Schluß gibt es noch einen Chor. Monty Python scheint nicht mehr weit (nicht das das schlecht wäre, aber...)

Aber eigentlich ist dies eine Punk-Platte. Denn genauso wie die Punks 1977 sich weigerten, die technischen Standards von Yes, Genesis, Pink Floyd und all den anderen Instrumental-Gniedlern zu erfüllen, so zeigte die Portsmouth Sinfonia den Stinkefinger all den klassisch ausgebildeten Orchestermusikern und nahm ihnen einfach ihre heilige Musik weg. Merkwürdigerweise hat das bis heute niemand anderes gemacht.

"Hallelujah!" - The Portsmouth Sinfonia at the Royal Albert Hall (1974)
Mr. Michael Bond's Address / From the Nutcracker Suite Op. 71a-March-Tchaikowsky / From the Karelia Suite, Op. 11-Intermezzo-Schubert / March Militaire in D Major-Schubert // Piano Concert No. 1 in B Minor, Op. 23- Tchaikowsky / Overture 1812-Tchaikowsky / William Tell Overture-Rossini / From the Messiah (Pt. 2)-Hallelujah Chorus-Handel (with the Portsmouth Sinfonia Choir)
Conductor - John Farley / Clarinet, Producer - Brian Eno
(download)

Some kind of translation: Have you ever thought about the Portsmouth Sinfonia as a pioneer of punk? Like punk they declared technical abilities not to be important to perform music. I think it’s an attitude to revive when listening to all those "important" post-punk records which in truth are just the return of prog-rock-scum.

1 Kommentar:

Jasper hat gesagt…

danke schön! das was wieder eine gute Stunde mit viel Humor.